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DFH-Meet-up 2020

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Digitales DFH-Meet-up 2020: fünf spannende Workshops, eine politische Keynote, interkultureller Austausch, Achtsamkeit und kulinarische Genüsse mit dem DFSN
 

Am Samstag, den 21.11.2020 lud das DFSN zum zweiten DFH-Meet-up, einem interkulturellen Treffen für aktuelle und ehemalige Studierende aller von der Deutsch-Französischen Hochschule unterstützten Studienprogramme. Pandemiebedingt fand das Event nicht wie 2019 als Präsenzveranstaltung in der europäischen Hauptstadt Straßburg statt, sondern brachte die fast 70 Teilnehmenden über regionale und nationale Grenzen hinweg in einem virtuellen Rahmen zusammen. Auch wenn Corona als aktuelles Gesprächsthema nicht ausblieb, war es in diesem digitalen Format dennoch möglich, die teils beengenden Maßnahmen des (partiellen) Lockdowns für einen Tag auszublenden und stattdessen den mentalen und intellektuellen Horizont für die Erfahrungen und Standpunkte anderer Teilnehmender sowie der ReferentInnen zu öffnen.
 

Es war ein Tag voller interessanter und äußerst aktueller Inhalte und Diskussionen, der das teils unerwartete Wiedersehen alter Gesichter und das Kennenlernen sehr viel mehr neuer Gesichter ermöglichte, außerdem interdisziplinären Austausch, privates und berufliches Vernetzen und damit eine Art interkulturelle parenthèse zu Pandemiezeiten. Darüber hinaus war für das leibliche Wohl dank der entspannenden Yoga-Session und des gemeinsamen Flammkuchenbackens am Abend bestens gesorgt.

Ablauf des virtuellen DFH-Meet-ups

Der Tag begann um 9:15 Uhr mit einer kurzen Begrüßung im Plenum durch das DFSN: Seit der Vereinsgründung 2018 war viel passiert, neben der pandemiebedingten Verschiebung und der digitalen Umorganisation der Veranstaltung war das DFSN 2020 um einige Mitglieder reicher geworden und konnte dadurch seine Arbeit in Ressorts optimieren, was dem 2. DFH-Meet-up zugute gekommen war.

Um halb zehn gingen die Teilnehmenden für dreieinhalb Stunden in verschiedene parallel stattfindende Workshops, in die sie sich zuvor eingewählt hatten. Die Präferenzsetzung war in der Tat schwer gefallen, denn die unterschiedlichen Themengebiete waren alle auf ihre Art interessant und manch einer hätte sich am liebsten geteilt, um gleichzeitig an mehreren Workshops teilnehmen zu können.

 
Die Workshops: unterschiedlichste Themen interaktiv gestaltet

Eine Gruppe befasste sich unter Moderation der Vindelici Advisors AG aus der Perspektive dieser Strategieberatung mit dem Thema digitale Ethik und erarbeitete anhand einer Case Study Ansätze für die Durchführung der digitalen Transformation in Unternehmen, deren Mitarbeitenden dieser Veränderung skeptisch gegenüber stehen. Es wurde dabei besonders auf die Unternehmenswerte und -kultur eingegangen und darauf, wie diese möglichst effizient und partizipativ umgesetzt werden können.
 

Eine andere Gruppe der Teilnehmenden informierte sich in einem von zwei ehemaligen DFH-Studentinnen geleiteten Workshop über die Arbeit der KfW Entwicklungsbank und erhielt anhand eines praktischen Beispiels zum Thema Solarzellen in Ghana wertvolle Einblicke in die Entwicklungszusammenarbeit. Die Referentinnen berichteten außerdem vom Berufseinstieg bei der KfW und ihrem Arbeitsalltag im Projektmanagement der Entwicklungsbank.
 

Mit André Hansen stellte ein weiterer DFH-Absolvent seine heutige Arbeit vor: Als Literaturübersetzer ist er unter anderem bekannt für seine Übersetzung des Goncourt-Preisträgers Nicolas Mathieu und informierte die Teilnehmenden über dieses Berufsfeld, bevor er ihnen in Form des gläsernen Übersetzers seine Arbeitsweise transparent machte und sich zugleich in der Diskussion mit ihnen auf die Suche nach der besten Übersetzung eines konkreten literarischen Textes begab.
 

In einem vierten Workshop führte ein Experte im Bereich Radikalisierung und Deradikalisierung in grundlegende psychologische Erkenntnisse aus der Arbeit mit diesem international gesellschaftsrelevanten Thema ein. Er entkräftete damit verbundene Vorurteile, deckte mediale Verzerrungen auf und beantwortete nicht nur aktuelle Fragen zu rechtsradikaler und islamistischer Gewalt, sondern auch zu Radikalisierung bei der Polizei. Anhand praktischer Beispiele schulten die Teilnehmenden ihren Blick für die Anzeichen von (Anfälligkeit für) Radikalisierung und entwickelten intervenierende Lösungsansätze.
 

Schließlich bot das DFSN selbst einen Workshop an, in dem es mit VertreterInnen aus DFH-Alumnivereinen und interessierten Teilnehmenden über die Möglichkeiten der Vernetzung innerhalb des DFH-Netzwerks und über zukünftige Strategien und Formen der Vereinsarbeit und des DFH-Meet-ups nachdachte. 
 

Keynote mit EU-Kommissar Nicolas Schmit

Nach einer Mittagspause kamen die Teilnehmenden im Plenum zusammen, um der Keynote von EU-Kommissar Nicolas Schmit aktiv zuzuhören. Der Politiker, der innerhalb der Europäischen Kommission für die Bereiche Beschäftigung und soziale Rechte zuständig ist, thematisierte seinen Werdegang, seine Arbeit für diese Institution sowie aktuelle europäische Herausforderungen, bevor er auf die Fragen der Teilnehmenden antwortete: Neben der Pandemie waren die Themen Rechtsstaatlichkeit, Digitalisierung, (Jugend-)Arbeitslosigkeit, Mobilität und europäische Mindestlöhne. Gegenstand dieser zweisprachig gehaltenen Fragerunde mit dem sympathischen Luxemburger. Dieser rief abschließend zu Zuversicht auf, da fundierte Bildung, Weltoffenheit und Neugier junge Menschen heute mehr denn je charakterisiere. Nicht zuletzt seien dies Schlüsselelemente, auf die es beim Zugang zum Arbeitsmarkt und dem Europa der Zukunft ankäme.

Programm am Nachmittag: entspanntes Kennenlernen, Yoga und gemeinsames Kochen

 

Der Nachmittag war ganz dem Kennenlernen zwischen Vereinsmitgliedern und Teilnehmenden des Meet-ups untereinander gewidmet.

In unterschiedlich zusammengesetzten Kleingruppen kam es so zu dem ein oder anderen Wiedersehen, da nicht wenige Teilnehmende bereits beim DFH-Meet-up 2019 in Straßburg dabei gewesen waren. Doch es waren auch die neuen Gesichter und die damit verbundenen Lebensläufe und Erfahrungen, die den Austausch in kleinen Gruppen bereicherten. Von Bachelor- und Masterstudierenden bis Promovenden und berufserfahrenen Alumni kamen alle zusammen und tauschten sich über persönliche, universitäre und berufliche Erlebnisse und Perspektiven aus. Ein wahrlich buntes Miteinander, was sich insbesondere dann zeigte, als die Teilnehmenden, zurück im Plenum, mithilfe verschiedenfarbiger Post-its durch das (Nicht-)Verdecken ihrer Kamera auf die die Runde zusätzlich auflockernden Fragen des DFSN antworteten.

 

Nach einer kurzen Pause gab es am späten Nachmittag die Möglichkeit, an einer entspannenden Yoga-Session unter der Anleitung von Jacky Lefev von Colourful Movement teilzunehmen. Die Yogalehrerin sorgte durch Meditation, Achtsamkeitsübungen, bewusste Dehnungen und gezielte Bewegungen für den optimalen Ausgleich nach einem langen Tag voller Eindrücke. Dieser Yoga-Cooldown erlaubte es den Teilnehmenden, die Augen zu schließen, den eigenen Atem wahrzunehmen und sich auf sich selbst zu konzentrieren. In virtueller Verbundenheit mit der deutsch-französischen Gruppe konnten sie sich somit zutiefst entspannen. Ein gutes Gefühl, mit dem das DFSN den offiziellen Teil der Veranstaltung beendete.

Doch das Meet-up war noch nicht vorbei. So kamen einige Teilnehmende wenig später in der virtuellen Vereinsküche zusammen, in der sie unter der fachkundigen und mit Humor gewürzten Anleitung eines DFSN-Mitglieds klassische, glutenfreie, vegetarische oder aber vegane Flammkuchen zubereiteten. Nach dem achtsamen Beitrag zum leiblichen Wohlergehen trugen sie somit auch auf kulinarische Weise dazu bei. Der Abend endete neben der Verköstigung dieses Gaumenschmauses und des dazugehörigen guten Tropfens schließlich mit einem interkulturellen Stammtisch in entspannter Atmosphäre

 

Bis bald beim nächsten DFH-Meet-up! 

Wenngleich das DFSN diesen interkulturellen Austausch zum ersten Mal im digitalen Format organisiert hatte, war es ein überaus gelungener Tag voller interessanter Begegnungen, Diskussionsthemen und Eindrücke, die sicherlich noch lange nachwirken werden.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren diesjährigen SponsorInnen und PartnerInnen, die die Veranstaltung erst möglich gemacht haben: Vindelici Advisors AG, Epp Rechtsanwälte, der Klett-Verlag sowie die Deutsch-Französische Hochschule und alle oben genannten ReferentInnen. Doch unser Dank gilt auch den Teilnehmenden, die durch ihre persönliche Mitwirkung zum Gelingen des Events beigetragen und dieses mit Leben gefüllt haben. In diesem Sinne freuen wir uns mit euch auf das nächste DFH-Meet-up, ob digital und in Jogginghose bei euch zuhause oder wieder en présentiel und in Jeans in Straßburg.

 

Vielen Dank an unsere SponsorInnen!

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